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Abschlussfahrt der Bankoberstufe nach Prag

Am Mittwoch erhielten die beiden Oberstufenklassen der angehenden Bankkaufleute ihre Abschlusszeugnisse und haben damit den schulischen Teil ihrer Ausbildung abgeschlossen. Als Ziel für die traditionelle Abschlussfahrt hatten die Klassen Prag gewählt. So ging es am späten Abend mit dem Reisebus Richtung Tschechische Republik. Vor uns lag eine ca. 11stündige Busfahrt, wer also ohne Probleme im Bus schlafen kann, war eindeutig im Vorteil. Wer nicht schlafen konnte, wurde von unserem Busfahrer Volker mit Techno-Musik und lustigen Sprüchen bestens unterhalten.

Am nächsten Morgen konnten wir unser Hotel im Zentrum von Prag beziehen. Von dort aus ging es per U-Bahn zum ersten Programmpunkt, der Führung durch die Prager Altstadt. Zwei Reiseführerinnen erläuterten uns die Highlights: Die Gebäude dort sind nicht nur aufgrund ihrer interessanten Architektur, sondern auch durch die Bemalungen und Verzierungen sehr sehenswert. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, permanenter Nieselregen macht eine dreistündige Tour nicht unbedingt gemütlich und lässt die Stadt natürlich in einem anderen Licht erscheinen als bei Sonnenschein. Im Anschluss an die Besichtigung hatten wir eine Schiffstour auf der Moldau gebucht, inklusive einem reichhaltigem Buffet. Auch hier war es ein wenig schade, dass man die Aussicht nicht auf dem Deck genießen konnte, sondern im Inneren Schutz vor dem Regen suchen musste. Der Stimmung tat dies aber keinen Abbruch.

Am Freitagvormittag konnte sich zum Glück die Sonne durchsetzen und wir fuhren mit dem Bus Richtung Skoda-Werke. Im Skoda Museum konnten wir nicht nur die früheren Modelle der heutigen VV-Tochter bewundern, sondern auch interessante Details der Firmengeschichte erfahren. So lagen die Ursprünge des Unternehmens in der Herstellung und Reparatur von Fahrrädern. Erst später wurden Motorräder und schließlich Automobile gefertigt. Wie die Autos heute produziert werden, konnten wir uns im Anschluss bei einer Betriebsbesichtigung ansehen. Vom Stanzen der Bleche bis zum Einsetzen der Dichtungsgummis konnten die Arbeitsprozesse beobachtet werden. Beindruckend hierbei war der hohe Grad der Automatisierung.

Nach Besichtigung der Skoda-Werke ging es zurück in die Innenstadt und wir erfuhren einiges über den Brauprozess bei der Brauerei Staropramen. Diese Betriebsführung war weitestgehend automatisiert, d.h. es stand kein Betreuer vor Ort zur Verfügung, sondern es fanden nur Präsentationen zu den einzelnen Prozessen statt. Die abschließende Bierprobe wurde dann aber wieder von Mitarbeitern der Brauerei vorgenommen.

Koffer packen und auschecken war die Devise am Samstagmorgen. Bevor wir Prag verlassen wollten, hatten wir noch eine Führung zum Thema „Prag im 2. Weltkrieg“ reserviert. Wieder standen uns für diese Führung zwei Begleiterinnen zur Verfügung. Prag stand im 2.Weltkrieg unter dem Protektorat der Nationalsozialisten. Eine Widerstandsgruppe ermordete 1942 den Reichsprotektor Reinhard Heydrich und fand anschließend Zuflucht in der Krypta der St. Kyrill Kirche. Dort wurden sie von deutschen Truppen ermordet, die Krypta wurde in eine Gedenkstätte umgewandelt und erinnert heute an die Gräueltaten der Nazis und den Prager Widerstand. Die Besichtigung der Krypta war sowohl erschreckend, als auch informativ zugleich.

Aufgrund des schlechten Wetters beschlossen wir, die Rückfahrt bereits am frühen Nachmittag anzutreten, und nicht – wie ursprünglich geplant – am späten Abend. Unser Busfahrer Volker – flexibel wie immer – hatte kein Problem damit und so kamen wir Sonntagmorgen gegen 3:00 Uhr auf dem Parkplatz unseres Berufskollegs wohlbehalten zurück. Die meisten von uns werden sich Prag mit Sicherheit noch ein weiteres Mal ansehen, die Stadt ist einfach beeindruckend und bei einer 3-Tage Tour kann man nur einen Bruchteil der Sehenswürdigkeiten entdecken.

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