Die Gerichtsvollzieherin kommt in die ReNoO

Mit großen Erwartungen und vielen Fragen betraten wir am 27.10.2016 die Schule, in welcher uns Frau Bußmann mit der Obergerichtsvollzieherin Lammers erwartete. Bereits im letzten Jahr hatte Frau Lammers die Oberstufe der Auszubildenden zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten besucht und dort einen sehr guten Eindruck hinterlassen, weswegen wir sie in diesem Jahr um einen erneuten Besuch an unserer Schule baten.

Auch wenn wir alle durch unseren Ausbildungsberuf etwas mit der Zwangsvollstreckung zu tun haben, hatte niemand von uns so wirklich eine Ahnung davon, was passiert, wenn wir einem Gerichtsvollzieher einen Vollstreckungstitel (Formular zum Zwecke der Gläubigerbefriedigung) zukommen lassen. Aus diesem Grund hatten wir im Vorfeld schon einige Fragen gesammelt, wie z.B.:  "Darf man einen Gegenstand mit Pfandsiegel noch verwenden?" Doch nicht nur bei diesen Fragen blieb es. Frau Lammers weckte von Beginn an unser Interesse und rief immer mehr Fragen in uns hervor.

Unter anderem erzählte Frau Lammers, dass dieser Beruf sehr abwechslungsreich sei und man nie genau wisse, was einen erwarte, denn es bliebe nicht immer bei ruhigen Gesprächen. Durchaus komme es zu Hausräumungen, oder Pfändungen, welche dem Schuldner selbstverständlich nicht gefielen. Wenn sie eine brenzlige Situation befürchte, gehe sie nie alleine zu einem Schuldner, sondern sei immer in Begleitung eines Arbeitskollegen, eines Räumungsteams oder sogar der Polizei, die ihr im Notfall unter die Arme greifen.

Um uns den Einblick in ihren Beruf als Obergerichtsvollzieherin zu erleichtern, stellte sie einige Tagesabläufe dar, wie z.B. den Ablauf einer Hausräumung. Mit einem ganzen Team an ausgebildeten Leuten statten sie dem Schuldner einen Besuch ab. Die Zwangsräumung werde natürlich immer einige Zeit vorher angekündigt, damit jeder Schuldner die Chance habe, seine Schulden noch rechtzeitig zu begleichen. Doch meist erfolge dieser Schritt nach so langer Zeit auch nicht mehr. Die Schuldner seien häufig nicht einmal anwesend oder öffneten ihre Türen nicht, sodass vorerst ein Schlosser gerufen werden müsse, um das Schloss zu öffnen und dann auszutauschen. Das Haus werde dann geräumt und der oder die Gläubiger z.B. durch den Erlös des Hausverkaufs befriedigt.

Doch es blieb bei dem Gespräch nicht nur bei den Fragen, was sie alles erlebt habe oder was sie im Berufsalltag so machen müsse, sondern in einigen von uns weckte der Beruf als persönliches Ziel ein großes Interesse. Hierbei konnte Frau Lammers uns aber ebenso weiterhelfen. Sie gab uns den Tipp, einmal unter der Internetadresse: www.justiznrw.de nachzusehen und uns dort über die Details, z.B. die 20-Monatige Berufsausbildung in Monschau zu informieren.

Nach zwei Unterrichtsstunden, die ziemlich schnell vergingen, verließ Frau Lammers unsere Klasse wieder und hatte einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wir alle sind froh, dass sie da war und werden auch unseren Nachfolgerinnen raten, Frau Lammers um einen Besuch zu bitten.

 

Meike Ahler

 

 

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