Fachschule für Wirtschaft (FSW)

 

Bildrechte: Raimund Weber, Fa. Weber PR Gronau

Vorstellung

 

Die berufliche Weiterbildung unterscheidet sich durch ihre betriebspraktische Orientierung bewusst von der stärker theoretisch ausgerichteten Ausbildung an den Fachhochschulen und Universitäten.

Die Fachschule für Wirtschaft wird in den Schwerpunkten

    • Absatzwirtschaft und
    • Wirtschaftsinformatik

angeboten.

Der Unterricht in den beiden Schwerpunkten differiert erst ab dem zweiten Jahr im jeweiligen Schwerpunktfach. Die Kernfächer, wie beispielsweise Betriebswirtschaftslehre oder Rechnungswesen, werden für beide Schwerpunkte gemeinsam unterrichtet.

Im Schwerpunkt Absatzwirtschaft sollen die Studierenden befähigt werden, in den Unternehmen planerisch-gestalterische Absatzaktivitäten zu entwickeln, erfolgreich umzusetzen und die erzielten Ergebnisse sowie deren Erfolg zu analysieren und zu kontrollieren. Hierzu gehören u. a. die Analyse bestehender und neuer Absatzmärkte mittels gezielter Marktforschung, Entwicklung und Bewertung neuer Produkte und Dienstleistungen sowie preispolitischer Maßnahmen, Auswahl geeigneter Absatzkanäle und die Absatzunterstützung durch Werbe- und Promotionskampagnen. Neben dem klassischen B2C-Marketing befassen sich die Studierenden auch intensiv mit Besonderheiten des Industriegütermarketings, des internationalen Marketings und des strategischen Marketings.

Im Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik wird der zunehmenden informationstechnischen Vernetzung sowohl innerhalb als auch zwischen den Unternehmen Rechnung getragen. Diese Vernetzung erfordert neben den Kenntnissen der Abläufe in den verschiedenen Funktionsbereichen eines Unternehmens auch solides Fachwissen im Bereich der Datenkommunikations- und -informationssysteme. Einen großen Anteil des Unterrichts im Fach Wirtschaftsinformatik nehmen die Entwicklung von Anwendungen und die Nutzung von Datenbanken ein. Als Wirtschaftsinformatiker können die Betriebswirtinnen und Betriebswirte als Bindeglied zwischen der Sachbearbeitung und der DV-Abteilung fungieren.

Als Mitglied von MS Imagine (vormals Microsoft DreamSpark Premium) ist es uns möglich, nahezu die gesamte Softwarepalette zu beziehen und diese den Studierenden der Fachschule während ihrer Weiterbildung kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Ansprechpartner

Auskünfte erteilt:

OStR.Gabriele Lütkemeier

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Telefon: (02561) 42 90 3

Abschlüsse

Mit der bestandenen Abschlussprüfung wird der Titel „staatlich geprüfte Betriebswirtin“ bzw. „staatlich geprüfter Betriebswirt“ verliehen.

Auch kann mit einer zusätzlichen Prüfungsklausur die Fachhochschulreife erworben werden.

Anmeldung

Alle Anmeldungen erfolgen über Schüler Online.

Berufsbild

Fachschulen vermitteln erweiterte berufliche Fähigkeiten und Kenntnisse für Fachkräfte in der beruflichen Praxis. Studierende qualifizieren sich für übergreifende oder spezielle Aufgaben koordinierender, gestaltender, anleitender oder pädagogischer Art. Gelernt wird, komplexe Arbeiten selbstständig zu bewältigen, Entscheidungen zu treffen, ihre Umsetzung zu planen, sie durchzuführen und zu reflektieren, verantwortlich in aufgaben- und projektbezogenen Teams tätig zu werden, Führungsaufgaben in definierten Funktionsbereichen zu übernehmen. 
Staatlich geprüfte Betriebswirtinnen und Betriebswirte sind in der Lage berufliche Aufgaben selbstständig, sachgerecht und methodengeleitet zu bearbeiten und die Ergebnisse zu beurteilen. Sie sind dazu fähig, in gesellschaftlichen wie beruflichen Situationen verantwortungsvoll zu handeln. Insbesondere im Hinblick auf Teamarbeit bedeutet dies im beruflichen Kontext die Fähigkeit zur Gestaltung von Kommunikationsprozessen. Die Absolventen gehen zielgerichtet und planmäßig bei der Bearbeitung komplexer Aufgaben vor. Planungsverfahren, Arbeitstechniken und Lösungsstrategien werden zur Bewältigung von Aufgaben und Problemen selbstständig ausgewählt, angewandt und weiterentwickelt. Als staatlich geprüfte Betriebswirtin bzw. staatlich geprüfter Betriebswirt können die Absolventen Führungsverantwortung im Unternehmen übernehmen.
 

Aufnahme-
bedingungen

Aufgenommen in die Fachschule für Wirtschaft wird, wer

 

  1. den Berufsschulabschluss oder das Abschlusszeugnis der Berufsschule und
  2. mindestens den Sekundarabschluss I (Fachoberschulreife) und
  3. eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem einschlägigen Ausbildungsberuf und
  4. eine anschließende Berufstätigkeit von einem Jahr, die der gewählten Fachrichtung entspricht,

 

vorweisen kann.

 

Diese Berufstätigkeit kann auch während des Besuchs der Fachschule abgeleistet werden. Sie ist Voraussetzung für die Zulassung zur staatlichen Abschlussprüfung.

 

Interessenten ohne abgeschlossene Berufsausbildung in einem einschlägigen Ausbildungsberuf können sich bewerben, wenn sie eine fünfjährige Berufstätigkeit nachweisen können, die der gewählten Fachrichtung entspricht.

 

 

Profilbausteine

 

Internationalisierung

Im Wege der zunehmenden Globalisierung der Märkte besitzen gerade in der Grenzregion nahezu alle Unternehmen Kontakte zu ausländischen Kunden, Lieferanten oder sonstigen Geschäftspartnern. Häufig besitzen die Arbeitgeber der Fachschulstudierenden sogar Mutter- oder Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen im Ausland. Daher sind internationale Bezüge in allen fachrichtungsbezogenen und fachrichtungsübergreifenden Fächern gegeben.

Aufgrund der zunehmenden internationalen Vernetzung der Unternehmen wird die Beherrschung der englischen Sprache in Wort und Schrift immer wichtiger. Auch die Dokumentation von Hard- und Softwareumgebungen erfolgt größtenteils in englischer Sprache. Daher ist die Fremdsprache Englisch integraler Bestandteil des Fachschulstudiums am BWV Ahaus. Das Hauptziel des Unterrichts in der fortgeführten Fremdsprache ist eine im Vergleich zum Mittleren Schulabschluss gehobene Kommunikationsfähigkeit in der Fremdsprache für Alltag, Studium und Beruf.

Internationalisierung hautnah erleben die Fachschulstudierenden im Rahmen einer Klassenfahrt ins europäische Ausland, bei welcher unter anderem ausländische Betriebe besichtigt und interkulturelle Erfahrungen gesammelt werden.

 

Informationstechnologie

Im Zeitalter der Digitalisierung sind die Informationstechnologien auch im schulischen Kontext nicht wegzudenken. Die Studierenden der Fachschule für Wirtschaft lernen den Umgang mit Hard- und Software in der schulischen Terminal-Server-Umgebung, mit digitalen Werkzeugen wie der schuleigenen Lernplattform, können Daten z. B. in der schuleigenen MS Office365-Umgebung organisieren, Anforderungen an den Datenschutz und die Informationssicherheit berücksichtigen. In allen Klassenräumen sind vernetzt, so dass die Studierenden auch mit eigenen mobilen Endgeräten auf das Internet und die schulische Server-Struktur zurückgreifen können. Die Fachschulabsolventen sind in der Lage Informationen zielgerichtet zu recherchieren, auszuwerten und kritisch zu bewerten. Durch WLAN, Lernplattform und Cloud-Computing bietet das BWV Ahaus den Studierenden der Fachschule für Wirtschaft ideale Voraussetzungen zu Kommunikation und Kooperation sowie digitalen Aufbereitung und Präsentation von Unterrichtsergebnissen.

In allen fachrichtungsbezogenen und fachrichtungsübergreifenden Fächern des Studiums an der Fachschule für Wirtschaft besitzt daher die Digitalisierung grundsätzlich einen hohen Stellenwert. Im Schwerpunktfach Wirtschaftsinformatik sind Informationstechnologien im Besonderen Kern der unterrichtlichen Arbeit.

Beratung

Anders als an Universitäten oder Fachhochschulstudiengängen findet die Weiterbildung im Klassenverband – also in kleinen Lerngruppen – statt. Ein „enger Draht“ zu den Studierenden ist dem Bildungsgang wichtig. Zur Beratung stehen Klassen- sowie Fachlehrerinnen und -lehrer ebenso zur Verfügung wie Frau Lütkemeier (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) als Bildungsgangleiterin und Herr Brügging (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) als Bildungsgangkoordinator.

 

Unterrichts-
organisation

Art und Dauer

 

Der Bildungsgang am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung Ahaus umfasst 2.400 Stunden, die sich auf sieben Unterrichts- und ein Projektsemester verteilen.

Der am Schulort Ahaus stattfindende Präsenzunterricht wird ergänzt durch eigenverantwortliche Selbstlernphasen sowie einige Kompaktveranstaltungen (Messebesuch, Betriebsbesichtigung, Besuch einer Hauptversammlung, Auslandsaufenthalt etc.) je Semester.

Eine besondere Stellung nimmt das Projekt im siebten Semester der Weiterbildung ein. Hierfür steht das gesamte vorletzte Semester zur Verfügung. Die Themen der Projekte können durch die Projekt-Teams, die auch schwerpunktübergreifend gebildet werden können, selbst gewählt werden und entstammen überwiegend dem Arbeitsumfeld der Studierenden. Bei der Projektarbeit stehen die Lehrerinnen und Lehrer beratend zur Seite.

Die Arbeit an den Abschlussprojekten wird im Unterricht des Faches "Wirtschaftsinformatik-Projektorganisation" vorbereitet. Dabei lernen die Studierenden, wie Projekte auch unter dem Einsatz entsprechender Software geplant, gesteuert und überwacht werden.

Da der Unterricht in Teilzeitform stattfindet, kann die Schule parallel zur Berufstätigkeit besucht werden. Der Präsenzunterricht findet am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 18:15 Uhr bis 21:30 Uhr (= 4 Unterrichtsstunden) statt. Jeder 4. Mittwoch ist durchschnittlich unterrichtsfrei.

Es gelten die üblichen Ferienzeiten.

 

Fächer

Der Unterricht an der Fachschule für Wirtschaft umfasst folgende Fächer:

fachrichtungsübergreifend:

  • Deutsch / Kommunikation
  • Fremdsprache (Englisch)
  • Volkswirtschaftslehre / Politik
  • Wirtschafts- und Arbeitsrecht

 

fachrichtungsbezogen:

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Rechnungswesen
  • Wirtschaftsmathematik / Statistik
  • Wirtschaftsinformatik

 

Zusatzfach

  •  Personalwirtschaft

 

Schwerpunktfach:

  •  Absatzwirtschaft

 

oder 

  • Wirtschaftsinformatik

 

 

Prüfungen

 

 

Im 8. Semester findet die Abschlussprüfung statt. Sie besteht aus drei Klausuren im Umfang von jeweils 180 Minuten. Die erste Klausur erfolgt im Schwerpunktfach. Die zweite Klausur umfasst die Fächer Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen. In der dritten Klausur werden drei Fächer aus dem restlichen Fächerkanon abgeprüft.

 

An einer vierten Klausur im Fach Wirtschaftsmathematik / Statistik können diejenigen Studierenden freiwillig teilnehmen, die zusätzlich zum Fachschulexamen die Fachhochschulreife erlangen möchten.

 

Besonderheiten

Europaaktivitäten

In der Mittelstufe findet eine Studienfahrt in europäische Ausland statt. Dort wird eine Betriebsbesichtigung in englischer Sprache durchgeführt. Die Studienfahrt und die Betriebsbesichtigung werden während des gesamten vierten Semesters intensiv vor- und nachbereitet.

 

Ausbildereignungsschein

Im Fach Personalwirtschaft wird auf die Ausbildereignungsprüfung vorbereitet.

 

Weiterbildung

 

 Aufgrund von Kooperationsvereinbarungen mit

 

  • der FOM Hochschule für Ökonomie Münster,
  • der PFH Private Hochschule Göttingen und
  • der EUFH Europäischen Fachhochschule

 

werden für das Bachelor-Studium pauschal Leistungen in Form von Creditpoints anerkannt, so dass das Studium verkürzt werden kann.

 

Weitere Informationen

 

Bei Interesse besuchen Sie gerne auch den Stand der Fachschule für Wirtschaft auf der jährlich im Oktober stattfindenden Berufsorientierungsmesse BOMAH. 

 

  

 

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