Berufsorientierungsmesse - Ahauser Berufskollegs erwarten rund 5000 Besucher

60 Aussteller präsentieren 100 Berufe

Mitten in den Vorbereitungen für die Berufsorientierungsmesse "BOMAH" stecken zurzeit die Schulleiter der Ahauser Berufskollegs, Josef Lütkecosmann (l.), Michaele Grote und Wolfgang Reinert. (Foto Wochenpost)

 

Ahaus - Mit gut ausgebildeten jungen Leuten aus der Wirtschaftskrise: Auf diese Taktik setzen nach Beobachtung von Josef Lütkecosmann, Leiter des Berufskollegs für Technik in Ahaus, viele Unternehmen in der Region. "Die Betriebe
versuchen das Ausbildungsniveau zu halten", berichtet er.

 

Das sind gute Prognosen für junge Leute aus dem Kreis, die auf das Ende ihrer Schullaufbahn zusteuern. Über berufliche Perspektiven können sie sich am 16. September in den drei kreiseigenen Berufskollegs in Ahaus informieren. Bereits zum 13. Mal findet dann die Berufsorientierungsmesse BOMAH statt, die Schirmherrschaft hat Landrat Gerd Wiesmann übernommen. Neben rund 4.000 Schülerinnen und Schülern erwarten die Veranstalter zwischen 8 und 16 Uhr etwa 1.000 Eltern und andere Interessierte zur BOMAH. "Die Messe bietet die einmalige Gelegenheit, sich über rund 100 Berufe zu informieren, die man bei uns im Westmünsterland erlernen kann", betont Wolfgang Reinert, Leiter des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung und leitender Koordinator der Messe.

 

Rund 60 Aussteller haben ihr Kommen zugesagt und versprechen Informationen über klassische und neue Berufsfelder. Das Spektrum reicht von Kaufleuten für Personaldienstleistungen über den IT-Systemelektroniker bis zu Koch oder Köchin. Firmen aus der Region und andere Kooperationspartner, wie Kammern, Innungen und Behörden, stellen ihre Angebote vor. Daneben geben die drei Berufskollegs einen Einblick in ihre eigenen Vollzeit-Bildungsgänge. Die Möglichkeiten im handwerklichen Bereich werden die Innungen präsentieren. "Sie können am besten einen Überblick über die zahlreichen Berufe in ihrem Bereich informieren", so Josef Lütkecosmann. Gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft und der Industrie- und Handelskammer engagieren sich die Innungen auch im Organisationsteam.
 

"BOMAH"

Infos zur Berufsmesse

• Nach der Premiere im vergangenen Jahr werden im September die Universitäten und Fachhochschulen aus der Region noch stärker vertreten sein. "Diese Schiene wollen wir zu einer festen Säule der BOMAH ausbauen", so Wolfgang Reinert. "Schließlich verlassen immer mehr Schülerinnen und Schüler die Berufskollegs mit einem Abschluss, der sie zum Studium berechtigt." Zugesagt haben bereits die Universitäten Münster, Nijmwegen und Twente, die Fachhochschule Münster, die Saxion Hogescholen in Enschede und die Abteilung Bocholt der Fachhochschule Gelsenkirchen, die ab dem Herbst auch in Ahaus mit einem Studienangebot an den Start geht.

 

• Über 30 Schulen aus dem Norden des Kreises haben sich bereits für die BOMAH angemeldet. Sie können sich am 16. September von Lehrerinnen und Lehrern der Berufskollegs über die Messe führen lassen. "Ein Ziel ist es, die jungen Leute auch über Alternativen zu ihrem ersten Berufswunsch zu informieren", betont Michaele Grote, Leiterin des Berufskollegs Lise Meitner. "Die Liste der zehn beliebtesten Berufe ist seit Jahren relativ stabil. Das liegt sicherlich vor allem daran, dass neue Ausbildungsberufe nur wenig bekannt sind." Ausdrücklich eingeladen sind auch die Eltern der Jugendlichen. "Schließlich sind sie für ihre Kinder wichtige Ratgeber", so Michaele Grote.

 

• Der Eintritt zur Berufsorientierungsmesse "BOMAH" am 16. September ist frei. Eine Anmeldung ist - mit Ausnahme der Schulen - nicht erforderlich.

 

Wochenpost, 29.04.2009

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