Schüler des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung haben Firmen gegründet


AHAUS. Die erste Hauptversammlung der beiden neuen Schülerfirmen ist absolviert und lässt positiv in die Zukunft blicken. Das Team von „Diamondsfactory Ahaus" produziert Schmuck und setzt mit ihren selbstgestalteten Armbändern sowie Ketten neue Trends für Jung und Alt.
Ihre Marketing-Chefin verweist auf ihre Markt-Analysen, die Leiterin der Finanzabteilung auf die Kalkulation und ihre oberste Verwaltungs-Mitarbeiterin auf die überschaubaren Lohnkosten. Da könnte sich die Vorstandsvorsitzende Alysha Achteresch entspannt in ihrem Büro zurücklehnen – wenn sie denn eines hätte.


Doch die gesamte „Diamondsfactory" residiert mit allen Abteilungen in einem Klassenraum des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung. Kein Wunder: Schließlich sind die 28 Mitarbeiter erst um die 17 Jahre alt: Schüler aus Ahaus und Umgebung.
Die „Diamondsfactory" ist nur eine von zwei Schülerfirmen unserer Europaschule. Auch die Gründer der „creAhaus" wollen für ein Jahr die Luft des Wirtschaftslebens schnuppern – nicht die fein gefilterte der grauen Theorie, sondern die der Praxis, die mitunter rau weht.

Und kalt: Denn die Vertreter der beiden Junior-Unternehmen haben bereits ihre selbst
hergestellten Produkte auf dem Weihnachtsmarkt angeboten. Erste Erfolge bei den Verkaufsgesprächen motivieren die Schüler. So konnte die „Diamondsfactory“ einen Großteil ihrer bisherigen Produktion auf dem Weihnachtsmarkt absetzen. Die Jungunternehmer der „creAhaus“ –sie produzieren flauschig weiche Kissen und wunderschöne Weihnachtstaschen- konnten  prominente Bürger überzeugen, so hat der Bürgermeister von Stadtlohn eine Weihnachtstasche auf dem Weihnachtsmarkt erworben.



Die ersten Diskussionen im Herbst um die Geschäftsidee, den kreativen Namen sowie um die Aufgabenverteilung scheinen allen schon eine Ewigkeit her zu sein. Längst ist das Startkapital durch den Verkauf von Anteilsscheinen gesichert, sind die Aufgaben verteilt und brummt die Produktion. „Das nimmt viel mehr Zeit in Anspruch als normaler Unterricht", sagt Marketingchef David, „aber macht auch viel mehr Spaß".
Die Hauptversammlung im Januar ist der erste Meilenstein im Geschäftsjahr der Juniorunternehmen. Die Schüler beider Jungunternehmen sind gespannt auf die Präsentation der ersten Erfolge.

Beide Unternehmen planen für die nähere Zukunft weitere Verkaufsaktivitäten. Stefanie Krause, die Marketingleiterin der „creAhaus“ kündigt die Teilnahme an verschiedenen Frühlingsmärkten an, außerdem sind beide Unternehmen auf Facebook vertreten und haben eine eigene Homepage.
Darüber hinaus soll der Europatag am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung für eine Verkaufsaktion genutzt werden.

Wie die großen Unternehmen erstellen auch die Junior-Unternehmen einen Jahresabschluss zum 31.12.2011. Dieser besteht aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. 



Durchstarten in der Wirtschaft
Der Initiator: „Junior" ist ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und vielen anderen Partnern unterstütztes Programm der IW Junior gGmbH (Institut der deutschen Wirtschaft Köln Junior).
Die Karriere: Von 1994 bis 2009 haben 3340 Junior-Unternehmen mit mehr als 45 000 Schülern hautnah Erfahrungen im Bereich Wirtschaft gesammelt.
Das Ziel: Schüler lernen wirtschaftliche Zusammenhänge besser zu verstehen, selbstständig zu arbeiten und Schlüsselqualifikationen wie Selbständigkeit, Teamarbeit und Eigeninitiative zu entwickeln. www.juniorprojekt.de

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