Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung mit Wirtschaftsgymnasium Ahaus - Kusenhook 4-8 - 48683 Ahaus - Tel.: (0 25 61) 42 90 3

Informationsveranstaltungen

Wir laden Sie zu den folgenden Informationsveranstaltungen ein:

Tag der Beruflichen Gymnasien
Samstag, 02.02.2019 10:00 - 14:00 Uhr am Schulort Ahaus

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bildungsgang Höhere Handelsschule und Fachoberschule
Montag, 28.01.2019 - 19:00 Uhr am Schulort Ahaus

Ort: erste Etage Raum A109-A112 Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung, Kusenhook 4 – 8, Ahaus.

 

Anmeldezeitraum für alle Bildungsgänge: 08.02.2019-01.03.2019

Medizinische Fachangestellte/Medizinischer Fachangestellter

Medizinische Fachangestellte

Seit August 2006 heißt die Arzthelferin "Medizinische Fachangestellte" bzw. der Arzthelfer "Medizinischer Fachangestellter" = MFA. Ein passender Name für einen Beruf, der fundiertes medizinisches Fachwissen, organisatorisches Talent und einen feinfühligen Umgang mit Menschen erfordert, der Raum für eigene Ideen lässt und das Zeug hat, mehr als ein „Job“ zu werden.

Anmeldungen

Anmeldungen erfolgen ausschließlich über Schüleranmeldung.de.
Öffnungszeiten des Sekretariats
Schulort Ahaus:
Montag – Donnerstag 08:00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 16:00 Uhr
Freitag 08:00 – 12:00 Uhr

Bei nicht volljährigen Schüler/innen ist bei der Anmeldung die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten erforderlich.

Das Berufsbild MFA

MFA empfangen die Patienten und betreuen sie vor, während und nach der Behandlung: MFA sind die Schnittstelle zwischen Arzt und Patient, Technik und Mensch. Eingebunden in ein Team, managen sie den Praxisbetrieb. Hinter dieser kurzen Beschreibung steckten viele unterschiedliche Tätigkeiten, von denen etwa die eine Hälfte in den Medizin-, die andere in den Verwaltungsbereich fallen.

MFA arbeiten heute in modernen Arztpraxen als Mitglied eines Behandlungsteams an verschiedenen Arbeitsplätzen und in unterschiedlichen Funktionen. Hauptziele einer Arztpraxis sind zufriedene, „gesunde“ Patienten und ein reibungsloser Praxisablauf. Viele Tätigkeiten erfolgen vornehmlich in direktem Kontakt mit Menschen, deshalb sind soziale und kommunikative Fähigkeiten von großer Bedeutung. 

Ein Schwerpunkt der vielfältigen Tätigkeitsbereiche ist die personenorientierte Dienstleistung und Patientenbetreuung. Dazu gehört, die Patienten zu empfangen, sie vor, während und nach der Behandlung zu betreuen und bei der Behandlung zu assistieren. Der Bereich der Prävention gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung.

MFA assistieren dem Arzt bei der Behandlung und übernehmen medizinische Tätigkeiten wie beispielsweise Blutentnahme, Verbandswechsel, Verabreichung von Injektionen. Darüber hinaus übernehmen MFA diagnostische Maßnahmen wie EKG, Lungenfunktionstestungen, evtl. Röntgenaufnahmen, Laboruntersuchungen  usw. sind durchzuführen. 

Das Einhalten einer sorgfältigen Praxishygiene sowie die Pflege und Wartung des Praxisinventars unter Berücksichtigung von Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz gehören ebenso zu den Tätigkeitsbereichen einer MFA. 

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Organisation und Verwaltung einer Arztpraxis einschließlich des komplexen Tätigkeitsfeldes der ärztlichen Abrechnung. 

Die Qualitätssicherung und –verbesserung hat im Rahmen des Qualitätsmanagements einen eigenen Stellenwert. 

MFA haben unmittelbaren Kontakt zum Patienten. Sie begreifen den Menschen als psychische und physische Einheit und stellen ihr eigenes Handeln darauf ab. Für ihre Tätigkeit in der Behandlungsassistenz sowie der Betriebsorganisation und –verwaltung benötigen sie daher neben medizinischen und ökonomischen Fachkenntnissen Sozial-, Personal-, Team– und Kommunikationskompetenz.

Mögliche Arbeitsplätze als MFA gibt es u. a. in allen Arztpraxen der mehr als 40 verschiedenen Fachrichtungen, ambulanten sowie stationären Kliniken und auch medizinischen Versorgungszentren.

Weiterführende Informationen finden Sie unter folgenden Links:

https://www.aekwl.de/fileadmin/arzthelferinnen/doc/MFA_Brosch%C3%BCre_05072016.pdf

https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index?path=null/kurzbeschreibung&dkz=33212

Die Berufsausbildung

Welche Aufnahmevoraussetzungen müssen erfüllt sein?

Aufgenommen in die Berufsschule werden Auszubildende mit einem entsprechenden Ausbildungsvertrag. Die Anmeldung erfolgt über die Ausbildungsbetriebe. Nach dem Berufsbildungsgesetz ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die Arztpraxen verlangen jedoch in der Regel mindestens einen Hauptschulabschluss und die Ärztekammer empfiehlt einen Realschulabschluss/ Fachoberschulreife.

Was kommt auf mich zu?

Die Ausbildung zur / zum Medizinischen Fachangestellten dauert drei Jahre und erfolgt im dualen System. Das heißt, die praktische Ausbildung findet in der Regel in einer Arztpraxis oder in einer sonstigen medizinischen Einrichtung statt, während die theoretischen Kenntnisse begleitend in der Berufsschule vermittelt werden. 

In besonderen Fällen kann die Ausbildung auf zwei bzw. zweieinhalb Jahren verkürzt werden. 

Nähere Informationen zur Ausbildungsverkürzung finden Sie unter folgendem Link https://www.aekwl.de/index.php?id=2742 

Wie ist der Berufsschulunterricht organisiert?

Der Unterricht findet an zwei Unterrichtstagen mit insgesamt zwölf Unterrichtsstunden am Schulstandort Ahaus statt. 

Die Unterrichtzeiten liegen i. d. R. an einem Tag in der Woche vormittags (1. bis 7./8. Stunde) und jeden Mittwochnachmittag (7. bis 11. Stunde). Die Auszubildenden werden bei uns während ihrer Ausbildung in den folgenden Fächern unterrichtet:

Berufsbezogene Fächer

• Medizinische Assistenz

• Patientenbetreuung und Abrechnung

• Wirtschafts- und Sozialprozess

• Praxismanagement

• Englisch/ Fremdsprachliche Kommunikation

Fächer des Differenzierungsbereichs

• Qualitätsmanagement Modul I (Unterstufe)

• Qualitätsmanagement Modul II (Mittelstufe)

Berufsübergreifende Fächer

• Deutsch/ Kommunikation

• Politik/ Gesellschaftslehre

• Religionslehre

• Sport/ Gesundheitsförderung

Welche Prüfungen muss ich absolvieren?

Zwischenprüfung

Nach der Hälfte der Ausbildungszeit legen die Auszubildenden eine Zwischenprüfung bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) ab, die sich auf die in der Ausbildungspraxis erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten und den im Berufsschulunterricht vermittelten Inhalte bezieht. 

Die reguläre Zwischenprüfung für die Fachklassen MFA findet immer am Schulstandort Ahaus statt.  

Folgende Inhaltsbereiche werden geprüft

▪ Kaufmännischer Bereich (schriftliche Prüfung, Dauer 40 Minuten)

▪ Medizinischer Bereich (schriftliche Prüfung, Dauer 80 Minuten) 

Aktuelle Prüfungstermine finden Sie unter folgendem Link: http://www.aekwl.de/index.php?id=5297

Die Teilnahme an der Zwischenprüfung ist eine Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung.

Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung der Ärztekammer besteht aus einem schriftlichen Teil und einem praktischen Teil. 

Die schriftlichen Abschlussprüfungen finden an zwei Tagen statt: 

▪ Behandlungsassistenz (Dauer 120 Minuten)

▪ Betriebsorganisation und –verwaltung (Dauer 120 Minuten)

▪ Wirtschafts- und Sozialkunde (Dauer 60 Minuten)

Die praktische Abschlussprüfung findet an einem Tag statt.

▪ hier zeigen die Auszubildenden anhand eines Behandlungsfalles, dass sie in der Lage sind einen Patienten im Praxisalltag mit allen dazugehörigen Tätigkeiten zu betreuen (maximale Dauer: 60 Min.) und darüber ein Fachgespräch von 15 Minuten Dauer führen können.

 Die reguläre Abschlussprüfung  wird im Sommer (i. d. R. im Juni) vor dem Prüfungsausschuss in Ahaus abgelegt, die Winterprüfung findet in Münster statt.

 Aktuelle Prüfungstermine finden Sie unter folgendem Link: http://www.aekwl.de/index.php?id=2741.

Welche Abschlüsse/ Berechtigungen kann ich erwerben?

• Nach erfolgreichem Abschluss des Berufskollegs erhalten Sie den Berufsschulabschluss für den Ausbildungsberuf „Medizinische/r Fachangestellte/r“.

• Nach erfolgreichem Abschluss der Prüfung vor der Ärztekammer sind Sie „Medizinische/r Fachangestellte/r“.

• Wenn Sie bereits über den schulischen Teil der Fachhochschulreife verfügen, erwerben Sie mit ihrer Ausbildung die volle Fachhochschulreife.

• Der mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife) kann erworben werden, wenn die notwendigen Englisch-Kenntnisse nachgewiesen werden und der Berufsschulabschluss mit einer Durchschnittsnote von mindestens 3,0 erworben wird. 

Wie viel verdiene ich in der Ausbildung?

Ausbildungsvergütung: (Stand Gehaltstarifvertrag 01.04.2016)

1. Ausbildungsjahr: 730 €

2. Ausbildungsjahr: 770 €

3. Ausbildungsjahr: 820 €

Welche Besonderheiten bietet das BWV Ahaus?

Zusatzqualifikation Qualitätsmanagement

Neben den verpflichtenden Inhalten des Berufsschulunterrichts ermöglicht das BWV Ahaus in Kooperation mit der Ärztekammer Westfalen-Lippe den Auszubildenden eine attraktive –kostenfreie –Zusatzqualifikation:

Zusatzqualifikation Qualitätsmanagement in der Erstausbildung für MFA

Im Bereich Qualitätsmanagement (QM) werden an unserer Schule die Module I und II angeboten.

Das Modul I vermittelt die Grundlagen des Qualitätsmanagements und dient der Entwicklung eines Bewusstseins für ein systematisches Qualitätsmanagement in den ärztlichen Praxen bei den Auszubildenden. An unserer Schule nehmen alle Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr an diesem Modul I der Zusatzqualifikation Qualitätsmanagement teil und erhalten bei erfolgreicher Teilnahme ein Zertifikat von der Ärztekammer Westfalen-Lippe.

Das Modul II vertieft die Grundlagenkenntnisse und konkretisiert die Maßnahmen des praxisinternen Qualitätsmanagement.

An diesem Differenzierungskurs können die Auszubildenden im zweiten Ausbildungsjahr teilnehmen, die zusätzlich zum Berufsschulunterricht ein weiteres Lernpensum (60 Unterrichtsstunden) bewältigen können und wollen. Das Modul II wird durch eine zentrale Prüfung durch die Ärztekammer abgeschlossen und wird ebenfalls von der Ärztekammer zertifiziert. 

Ausschließlich dieses Zertifikat ermöglicht die Teilnahme an dem Modul III, welche nach der abgeschlossenen Ausbildung von der Ärztekammer Westfalen-Lippe angeboten wird. Die Teilnehmer/innen erwerben mit den Kenntnissen die Zusatzqualifikation „Qualitätsmanager/ in“ und sind somit zum Einsatz und zur Übernahme von Aufgaben einer/ eines QMB (Qualitätsmanagementbeauftragten) in ambulanten medizinischen Einrichtungen befähigt und haben entsprechend ein Anrecht auf eine höhere Vergütung.

Darüber hinaus wird die Zusatzqualifikation „Qualitätsmanagement“ auf die Aufstiegsfortbildung „Fachwirtin/in für ambulante medizinische Versorgung“ angerechnet.

Weitere Informationen: https://www.aekwl.de/fileadmin/arzthelferinnen/doc/Informationsmaterial_QM_3_Stand_31.08.2016.pdf

Internationalisierung

Die Nähe zur niederländischen Grenze wird den Auszubildenden zur/ zum MFA in ihrem täglichen Arbeitsablauf häufig deutlich. Ausländische, vor allem niederländische Patienten, gehören in vielen Arztpraxen der Region zum „alltäglichen Geschäft“. Nicht nur die eventuell auftretende Sprachbarriere, auch viele verwaltungs- sowie abrechnungstechnische Fragen und Besonderheiten begleiten den Praxisablauf.

Diese Besonderheiten werden im Berufsschulunterricht der MFAs an verschiedenen Stellen aufgenommen und finden ihre Verankerung in den didaktischen Jahresplanungen der Unterrichtsfächer.

Entsprechend findet im Rahmen der Europatage die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen berufsrelevanten Themen wie beispielsweise den Gesundheitssystemen in Europa, dem zwischenstaatliche Krankenversicherungsabkommen und Besonderheiten bezüglich der ärztlichen Abrechnung für die Behandlung ausländischer Patienten statt.

Im Bildungsgang MFA haben die Auszubildenden derzeit in der Mittelstufe zwei Stunden das Fach Englisch (Fremdsprachliche Kommunikation). Bei Interesse wird den Auszubildenden der Erwerb des KMK-Fremdsprachenzertifikats ermöglicht.

Insbesondere berufliche Auslandserfahrungen fördern die europäische und internationale Mobilität von Auszubildenden. Das Berufskollege Wirtschaft und Verwaltung unterstützt die Auszubildenden zur / zum MFA bei der Organisation und eines Auslandspraktikums und hilft bei der Realisierung eines solchen Aufenthalts.

 Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Nach abgeschlossener Ausbildung und entsprechender Berufstätigkeit (i. d. R. ein Jahr), bietet die Ärztekammer Westfalen-Lippe viele unterschiedliche Fortbildungen, Spezialisierung- und Aufstiegsqualifikationen an:

Beispiele:

Fortbildungen: -Strahlenschutz, Häufige Untersuchungsverfahren in der Praxis, -Notfallmaßnahmen

Spezialisierungsqualifikationen: -Ambulante Versorgung älterer Menschen, -Augenheilkundlich-technische/r Assistent/in, -Ernährungsmedizin

Aufstiegsqualifikationen: Fachwirt/in für ambulante medizinische Versorgung

 Weitere Informationen hierzu: http://www.aekwl.de/index.php?id=5015

 Darüber hinaus können Sie sich noch am BWV Ahaus bezüglich ihres allgemeinbildenden Abschlusses weiter schulisch qualifizieren:

• In der Fachoberschule Klasse 12 können Sie in einem Jahr die Fachhochschulreife erwerben. 

 

Weitere Auskünfte und eine ausführliche Beratung zur Berufsausbildung erteilt Ihnen:

Die Koordinatorin der medizinischen Berufe 

Frau OStRin Katja Klein 

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