Kauffrau im Groß- und Außenhandel/Kaufmann im Groß- und Außenhandel

 

Bildrechte: Raimund Weber, Fa. Weber PR Gronau

Vorstellung

 

Der Groß- und Außenhandel steht als Wirtschaftspartner zwischen den industriellen Produktionsbetrieben und den Einzelhändlern, Großabnehmern sowie Weiterverarbeitungsbetrieben. In über 100 Branchen bildet er ein wichtiges Bindeglied zwischen den Erzeugern und den Abnehmern der Ware.

Für den Groß- und Außenhandel stellt sich die Aufgabe, Bezugsquellen zu erschließen, Waren zu lagern und zu verteilen sowie ein kundenorientiertes Sortiment und weitere Serviceleistungen anzubieten. Wichtige Ziele seiner Arbeit sind die Ware termingerecht an den richtigen Ort zu liefern, Kunden über die Eigenschaften der Waren zu informieren und zusätzlich Finanzierungs-, Service- und Marketingleistungen anzubieten.

Diese Tätigkeiten gehen oftmals über die Grenzen der Bundesrepublik und des europäischen Binnenmarktes hinaus, so dass der Groß- und Außenhändler zwangsläufig auch fundiertes Wissen im internationalen Handel beherrschen muss.

Ansprechpartner

Auskünfte erteilt:

L.i.T.Rolf-Dieter Lehmann

E-Mail: 
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Telefon:
(02561) 42903

Abschlüsse

Allgemeinbildende Schulabschlüsse finden Sie am Fuß der Seite

Anmeldung

Alle Anmeldungen erfolgen über Schüler Online.

Aufnahme-
bedingungen

Voraussetzung zur Aufnahme ist ein bestehendes Ausbildungsverhältnis. Alternativ dazu kann die Unterstufe auch über das sogenannte Einstiegsqualifizierungsjahr (EQJ) besucht werden. Auch hierzu ist ein Vertrag mit einem Ausbildungsbetrieb notwendig. Unter Umständen besteht die Möglichkeit, nach dem EQJ eine verkürzte zweijährige Ausbildung zu beginnen, um so die Ausbildung zusammen mit den regulären Auszubildenden abzuschließen.

Links

Profilbausteine

 

Internationalisierung

Die Bundesrepublik Deutschland ist intensiv in die Weltwirtschaft eingebunden. Mehr als die Hälfte des Bruttoinlandsproduktes wird exportiert. Kaufleute des Groß- und Außenhandels werden folglich im Berufsleben mit großer Wahrscheinlichkeit internationale Geschäfte tätigen müssen. Fremdsprachenkenntnisse und Kenntnisse und Erfahrungen in Bezug auf internationales Geschäftsgebaren tragen dazu bei, solche Arbeiten sicher und erfolgreich bewältigen zu können.

Der Bildungsgang Großhandel am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung organisiert den Unterricht darum in der Art, dass das Fach Englisch wöchentlich mehrstündig in allen drei Ausbildungsjahren erteilt wird.

Der Unterricht ist dabei inhaltlich so aufgebaut, dass die Auszubildenden in diesem Rahmen u.a. auch dazu qualifiziert werden, ein KMK-Fremdsprachenzertifikat zu erwerben, mit dem die Auszubildenden sich berufsbezogene Fremdsprachenkenntnisse in unterschiedlichen Kompetenzbereichen zertifizieren lassen können.

Die Nähe zur niederländischen Grenze, die internationale Ausrichtung auch der regionalen Betriebe macht das Arbeiten im Ausland zu einem durchaus vorstellbaren Zukunftsszenario für die Auszubildenden im Groß- und Außenhandel. Internationale Beweglichkeit und insbesondere europäische Mobilität sind Qualifikationen, die den zukünftigen beruflichen Handlungsspielraum der Auszubildenden erweitern.

Der Bildungsgang Großhandel am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung ermöglicht es den Auszubildenden darum z.B. im Rahmen des jährlich durchgeführten Europatages, den eigenen Lebenslauf in der besonderen Form des EUROPASS-Lebenslaufes zu erarbeiten und zu erstellen.

Insbesondere berufliche Auslandserfahrungen fördern die europäische und internationale Mobilität der Auszubildenden. Lernaufenthalte im Ausland können die Auszubildenden durch den EUROPASS Mobilität nachweisen. Das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Ahaus fördert darum die Auszubildenden, die ihre beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten durch Arbeiten und Lernen im Ausland erweitern wollen, durch intensive organisatorische und auch finanzielle Unterstützung. Die Unterstützung vollzieht sich u.a. auch in der Zusammenarbeit mit der zuständigen Industrie- und Handelskammer.

In den vergangenen Jahren ist das „Praktikum im Ausland“ während der Ausbildung auch im Rahmen des jährlich durchgeführten Europatages thematisiert worden. Hier werden u.a. die Erfahrungsberichte der Auslandspraktikanten und –praktikantinnen vorgestellt. In den vergangenen Jahren sind regelmäßig mehrere Auszubildende des Groß- und Außenhandels für einige Wochen in ausländische Betriebe gegangen, um dort ihr Praktikum vor Ort zu absolvieren.

 

Unterrichts-
organisation

Art und Dauer

Der Unterricht findet einmal wöchentlich und 14-tägig an einem weiteren Unterrichtstag an unserem Berufskolleg in Ahaus statt:

  • Unterstufe: mittwochs wöchentlich; montags 14-tägig

  • Mittelstufe: dienstags wöchentlich; freitags 14-tägig

  • Oberstufe: donnerstags wöchentlich; montags 14-tägig

 

Die reguläre Ausbildungszeit beträgt drei Jahre. Eine Verkürzung auf zweieinhalb bzw. zwei Jahre ist in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb und der zuständigen Kammer (IHK, HWK) bei entsprechendem Leistungsniveau möglich. 

Fächer

Die Auszubildenden werden bei uns während Ihrer Ausbildung in den folgenden Fächern unterrichtet.

berufsbezogene Fächer:

  • Großhandelsprozesse

  • Kaufmännische Steuerung und Kontrolle

  • Wirtschafts- und Sozialprozesse

  • Englisch (Fremdsprachliche Kommunikation)

allgemeinbildende Fächer:

  • Deutsch

  • Politik

  • Religion

  • Sport

Der Unterricht erfolgt nach dem Prinzip des handlungsorientierten Lernens, damit die Fähigkeit der Auszubildenden gefördert wird, Zusammenhänge, Ursachen und Auswirkungen zu erkennen und das Ausbildungsziel der „Handlungsfähigkeit“ zu erreichen. Schlüsselqualifikationen wie Selbständigkeit, Urteilsvermögen, Kooperations- und Teambereitschaft sollen dabei systematisch entwickelt werden. 

 

 

Prüfungen

 

 

Nach der Hälfte der Ausbildungszeit legen die Auszubildenden eine Zwischenprüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) ab, die sich auf die im Ausbildungsbetrieb erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten und den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff bezieht. Die Teilnahme ist Bedingung für die Zulassung zur Abschlussprüfung.

Zum Ende der Ausbildung (in der Regel also nach drei Jahren) legen die Auszubildenden die Abschlussprüfung vor der IHK. Diese Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen Teil und einem mündlichen Teil. Sie stellt sich wie folgt dar:

  • Großhandelsprozesse; Dauer: 180 Minuten, Schriftlich, offene Fragen, Fallsituationen
  • Kaufmännische Steuerung und Kontrolle; Dauer:90 Minuten, Schriftlich, programmierte Aufgaben
  • Wirtschafts- und Sozialprozesse; Dauer:60 Minuten; Schriftlich, programmierte Aufgaben
  • Fallbezogenes Fachgespräch; Dauer: 30 Minuten; mündlich

Sollte die Prüfung nicht bestanden werden, so verlängert sich das Ausbildungsverhältnis auf Antrag des Auszubildenden bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung, höchstens um ein Jahr.

Lernfelder

Zum 1. August 2006 wurde der Ausbildungsberuf „Kauffrau/Kaufmann im Groß- und Außenhandel“ neu geordnet. Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre und kann mit einem entsprechenden Schulabschluss des Auszubildenden (z. B. Abitur) und der Zustimmung des Ausbildungsbetriebes auf zwei oder zweieinhalb Jahre verkürzt werden.

Dabei erfolgt die Ausbildung am Berufskolleg zukünftig neben den allgemeinbildenden Fächern zusätzlich in Lernfelder. Ähnlich geartete Lernfelder sind lt. Lehrplan zu sog. „Bündelungsfächern“ zusammengefasst.

Die Lernfeldübersicht und Zuordnung zu den Bündelungsfächern für den Bildungsgang Kauffrau/Kaufmann im Groß- und Außenhandelfinden Sie am Fuß der Seite. 

 

Weiterbildung

 

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Berufsausbildung ist die berufliche Bildung jedoch nicht beendet. Um den vielfältigen Anforderungen des Arbeitsalltags gerecht zu werden, ist es notwendig, immer über ein aktuelles Fachwissen zu verfügen sowie Neuerungen zu kennen und anzuwenden. 

Für aufstrebende Kaufleute im Groß- und Außenhandel kommen z. B. Fortbildungen als

  • Fachkaufmann/-frau für Einkauf und Logistik oder für Marketing, aber auch als
  • Handelsfachwirt/-in oder als
  • staatlich geprüfte/r Betriebswirt (hier am Berufskolleg Ahaus)

in Frage.

Die von dem Berufskolleg Wirtschaft & Verwaltung Ahaus angebotene Weiterbildungsmaßnahme unterscheidet sich durch ihre betriebspraktische Orientierung bewusst von der stärker theoretisch ausgerichteten Ausbildung an den Fachhochschulen und Hochschulen.

Die Fachschule für Wirtschaft wird in den Schwerpunkten

  • Absatzwirtschaft
  • Wirtschaftsinformatik

angeboten. 

Falls Sie nach der Berufsausbildung die Fachhochschulreife erwerben wollen, um beispielsweise die Fachhochschule zu besuchen, können Sie an unserem Berufskolleg die Fachoberschule Klasse 12 besuchen.

 

Weitere Informationen

 

Im Folgenden finden Sie Informationen zu 

  • schulischen Abschlüssen
  • Berufsbezogenen Bündelungsfächern

 

  


Bisher erreichter Schulabschluss

möglicher Schulabschluss nach …

 

… erfolgreichem Abschluss der Berufsschule

… erfolgreichem Abschluss der Berufsschule und Notendurchschnitt
3 oder besser

… erfolgreichem Abschluss der Berufsschule und Notendurchschnitt 2,5 oder besser

Kein Schulabschluss oder Hauptschulabschluss nach der 9. Klasse

Hauptschulabschluss nach Klasse 10

Mittlerer Schulabschluss

Mittlerer Schulabschluss mit Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufe

Hauptschulabschluss nach der 10. Klasse

-

Mittlerer Schulabschluss

Mittlerer Schulabschluss mit Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufe

Mittlerer Abschluss ohne Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufe

-

-

Mittlerer Schulabschluss mit Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufe


 

 

Berufsbezogene Bündelungsfächer

Wirtschafts- und
Sozialprozesse

Groß- und
Außenhandelsprozesse

Kaufmännische
Steuerung und Kontrolle

 

1. Ausbildungsjahr

 

 

 

Lernfeld 1

Lernfeld 2

Lernfeld 3

Lernfeld 4

Den Ausbildungsbetrieb als Groß- und Außenhandelsunternehmen präsentieren

Aufträge kunden-orientiert bearbeiten

Beschaffungs-prozesse planen, steuern und durchführen

Geschäftsprozesse als Werteströme erfassen, dokumentieren und auswerten

80 Stunden

80 Stunden

80 Stunden

80 Stunden

2. Ausbildungsjahr

 

 

Lernfeld 5

Lernfeld 7

Lernfeld 6

Lernfeld 8

Personal-wirtschaftliche Maßnahmen wahrnehmen

Gesamtwirtschaft-liche Einflüsse auf das Groß- und Außenhandels-unternehmen analysieren

Logistische Prozesse planen, steuern und kontrollieren

Preispolitische Maßnahmen erfolgsorientiert vorbereiten und steuern

80 Stunden

(Außenhandel
60 Stunden)

40 Stunden

80 Stunden

(Außenhandel: 100 Stunden)

80 Stunden

3. Ausbildungsjahr

 

 

Lernfeld 12

Lernfeld 9

Lernfeld 10

Lernfeld 11

 

Berufsorientierte Projekte
durchführen

Marketing planen, durchführen und kontrollieren

Finanzierungs-entscheidungen treffen

Unternehmens-ergebnisse aufbereiten, bewerten und nutzen

40 Stunden

80 Stunden

(Außenhandel:
60 Stunden)

80 Stunden

(Außenhandel:
100 Stunden)

80 Stunden

  

 

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